Nov 022011

Die große Flutkatastrophe von 1570

Die Nordsee ist ein raues Meer, das immer wieder mit gewaltiger Kraft an die Küsten schlägt – insbesondere in den Niederlanden. Ein erheblicher Teil der Niederlande kiegt unter dem Meeresspiegel und war bis vor rund 2000 Jahren unbewohnbares Sumpfgebiet. Direkt als sich die ersten Menschen in diesem Gebiet niederließen, begann ihr Überlebenskampf gegen das Wasser. Doch bis ins 20. Jahrhundert hinein ereigneten sich immer wieder schwere Flutkatastrophen, die ganze Landstriche verwüsteten und viele Opfer forderten – zuletzt im Jahr 1953.

Eine der schwersten Flutkatastrophen ereignete sich 1570. Sie begann am 1. November – deshalb wird sie “Allerheiligenflut” genannt – erreichte ihren Höhepunkt jedoch am 2. November, als an vielen Orten gleichzeitig die Deiche brachen und die Wassermassen der Nordsee – vom Sturm getrieben – in einer Springflut über das Land schwappten. Am Ende waren über 80 Prozent der Niederlande verwüstet sowie Viehbestände und Wintervorräte vernichtet. Über 40.000 Niederländer sollen damals ums Leben gekommen sein.

Nov 012011

Allerheiligen – ein Fest für alle Heiligen

Heute ist Allerheiligen, ein Hochfest der römisch-katholischen Kirche, das aber auch von der lutherischen und anderen reformierten Kirchen begangen wird. Allerheiligen ist ein altes Fest, seine Anfänge liegen bereits über 1400 Jahre in der Vergangenheit. Der Feiertag wurde nötig, da es mit steigender Anzahl der Heiligen immer schwieriger und schließlich unmöglich wurde, jeden Heiligen einzeln an einem besonderen Tag zu feiern.

Um 610 herum wurde deshalb das ursprünglich heidnische Pantheon in Rom der Jungfrau Maria und allen Märtyrern geweiht. Über 100 Jahre später weihte Papst Gregor III. den Heiligen eine Kapelle im Petersdom und legte Allerheiligen auf den 1. November fest. Heute ist Allerheiligen in Österreich, in den katholisch geprägten Kantonen der Schweiz sowie in den deutschen Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Saarland ein gesetzlicher Feiertag.

Okt 312011

All Hallows’ Even – Halloween

Der Oktober ist unübersehbar heute zu Ende. Darauf weisen allein schon die unzähligen echten und nachgemachten ausgehöhlten Kürbisse hin, die überall ausgestellt sind. Die Kinder freuen sich schon seit Tagen wieder auf die unzähligen “Horrorpartys”, die heute stattfinden und in den Videotheken sind die Gruselfilme alle ausgeliehen. Doch was ist Halloween eigentlich? So ganz genau weiß das bis heute nämlich niemand.

Unbestreitbar ist, dass das Fest nicht ursprünglich aus den USA kommt, sondern aus Irland. Irische Auswanderer haben den Brauch, den Abend vor dem Allerheiligenfest (All Hallows’ Even) zu feiern, nach Amerika gebracht. Doch warum verkleidet man sich an Halloween so gruselig? Der Bezug zum Totenreich kommt wahrscheinlich durch die beiden nachfolgenden Tage: Allerheiligen (1. November), an dem der Heiligen gedacht wird, die das Himmelreich erlangt haben, und Allerseelen (2. November), an dem all derer gedacht wird, deren Seelen noch im Fegefeuer schmoren.

Dass Halloween keltischen Ursprungs ist, gehört übrigens ins Reich der Legenden.

Okt 302011

Wer schon lange nach Tuning-Teilen für sein Fahrzeug sucht, die er bisher noch nicht gefunden hat, wird jetzt fündig werden: Im Etel-Tuning Shop gibt es alles das, was kein anderer hat. Vom Keilriemenfett bis zum USB-Starthilfekabel, von der Abgasfarbe bis zum von außen einstellbaren Innenspiegel, hier fehlt nichts!

Okt 302011

Das Ende der Sommerzeit

Wieder einmal ist es soweit: In der Nacht zum heutigen Sonntag endete die Sommerzeit, die Uhren wurden wieder auf die ursprüngliche Uhrzeit zurückgestellt. Die wird in der Umgangssprache meist als Winterzeit bezeuchnet, heißt in Wirklichkeit aber “Normalzeit”. Immer am letzten Sonntag im Oktober bekommen wir um 3:00 Uhr morgens die Stunde zurück, die uns am Beginn der Sommerzeit am letzten Sonntag im März um 2:00 Uhr “weggenommen” wurde, als die Uhr um eine Stunde auf 3:00 Uhr vorgestellt wurde.

Die Sommerzeit wurde in Deutschland erstmals zwischen 1945 und 1949 von den Siegermächten des Zweiten Weltkriegs und dann erst wieder 1980 eingeführt, zeitgleich mit Österreich. In der Schweiz dauerte die Umsetzung des Beschlusses zur Einführung der Sommerzeit wegen großer Widerstände in der Bevölkerung ein Jahr länger.

Okt 292011

Die “schnellste” Pflanze der Welt

Sie ist der am weitesten verbreitete Fleischfresser der Welt und kommt in Europa, Asien, Afrika und Australien vor. Die Rede ist von der Wasserfalle (Aldrovanda vesiculosa), einer fleischfressenden Pflanze, die in klaren, nährstoffarmen Seen lebt, bei uns allerdings vom Aussterben bedroht ist. Sie besitzt keine Wurzeln, an ihren rund 10 bis 20 Zentimeter langen Stängeln befinden sich die Fangblätter, die mit einem Klappmechanismus ausgestattet sind. An ihren Rändern finden sich feine Härchen und Borsten, diese sind der Auslöser für den Mechanismus. Berührt nun ein unvorsichtige Wasserfloh, eine Mückenlarve oder ein anderes Kleinlebewesen den Auslöser, dann klappt die Falle in nur 0,02 Sekunden zu – das ist die schnellste Bewegung, die im Reich der Pflanzen bisher gemessen wurde!

Okt 282011

Freiheit, die Welt erleuchtend

Heute vor genau 125 Jahren enthüllte der US-Präsident Stephen Grover Cleveland auf Bedloe’s Island in der Hafeneinfahrt von New York City die gigantische Statue “Freiheit, die Welt erleuchtend”, heute allgemein besser bekannt als Freiheitsstatue. Die monimentale Plastik war ein Geschenk des französischen Staates an die USA, sie wurde schnell für Millionen Einwanderer zum Symbol für eine “Neue Welt” und eine bessere Zukunft. Gleichzeitig steht sie für das Selbstverständnis der amerikanischen Nation als “Hüterin der Freiheit”.

Die Statue ist 93 Meter hoch und besteht aus einem 20 Meter hohen Betonfundament, einem 27 Meter hohen Podest aus Granit und der 46 Meter hohen eigentlichen Statue aus einem mit 300 Kupferplatten verkleideten Stahlgerüst. Konstrukteur war der französische Architekt Gustave Eiffel, Erbauer des Eiffelturms in Paris.

Okt 272011

Welches Tier hat die größte Sprungkraft?

Das weiß doch jedes Kind: Der Floh hat im Tierreich die größte Sprungkraft, und zwar springt es 200 mal so weit, wie er selber groß ist. Ein Mensch müsste für die gleiche Leistung 340 Meter weit springen. Aber jetzt hat der Floh seinen Spitzenplatz an die Wiesenschaumzikade verloren, ein kleines Insekt, das einem Käfer ähnelt. Die schafft es nämlich, 120 mal so hoch zu springen, wie sie selber groß ist. Dazu müsste ein Mensch mal locker aus dem Stand auf einen 200 Meter hohen Wolkenkratzer hüpfen. Und Hochsprung ist noch viel schwerer als Weitsprung: Die Kraft, die der Floh für seinen Sprung benötigt, entspricht den 135-fachen seines eigenen Körpergewichts. Die Wiesenschaumzikade setzt bei ihrem Sprung hingegen eine Kraft frei, die dem 400-fachen ihres Gewichts entspricht.

Okt 262011

Telefon für Herrn Reis!

Heute vor genau 150 Jahren klingelte zum ersten Mal in Deutschland ein Telefon, und zwar in Frankfurt am Main. In der damals noch freien Reichsstadt stellte der Physiker Philipp Reis ein neuartiges Gerät vor, das er “Telephon” nannte. Das erste funktionsfähige Telefon bestand aus einem Hörer mit einer Spule und einer Stricknadel, die im Takt der über eine Leitung empfangenen Stromimpulse einen Geigenkasten als Resonanzkörper zum Schwingen brachte. Mit diesem Apparat konnte man tatsächlich sprechen, wenn auch nur über kurze Entfernungen. Das Hauptproblem bestand darin, menschliche Stimmen in elektrische Impulse umzuwandeln und über größere Strecken zu transportieren. Dieses wurde erst 15 Jahre später von dem Schotten Graham Bell gelöst, der 1876 das erste Telefon zum Patent anmeldete.

Okt 252011

Jemanden Mores lehren

Diese alte Redensart will besagen, dass man jemandem Anstand oder Benehmen beibringen will beziehungsweise jemanden nachhaltig zurechtweisen möchte. Häufig war damit die Androhung körperlicher Gewalt verbunden.

Das lateinische Wort mos, dessen Mehrzahl hier benutzt wird, bedeutet “Anstand, Sitte, Brauch”. Schon der berühmte Politiker Cicero beschrieb seine Sorge über den Zustand der Römischen Republik in seinen Reden gegen Catalina in dem berühmten Ausspruch O tempore, o mores! (“Welche Zeiten, welche Sitten!”).

Im Deutschen ist die Redewendung in der gesprochenen Sprache mittlerweile eher selten zu finden, in der Literatur und in der Presse kommt sie aber noch häufiger vor. Sie stammt ungefähr aus dem 15. Jahrhundert, der Zeitdes Humanismus, als die übliche Studenten- und Gelehrtensprache sehr stark von lateinischen Ausdrücken durchzogen war.